Was ist ein Greenscreen?

Greenscreen wird in der Film- und Videoproduktion eingesetzt.

Ähnlich wie beim älteren BlueBox-Verfahren dient ein Greenscreen  dazu, Personen oder Gegenstände nachträglich vor einen Hintergrund zu setzen, der entweder eine Computergrafik (z. B. die Wetterkarte in der Nachrichtensendung) oder reale Film- oder Videoaufnahmen zeigt. Man denke z.B. an einen Hollywood Film mit zweiPersonen, die sich im Auto unterhalten (tatsächlich unterhielten sie sich im Studio!),

und die Landschaft, die im Hintergrund vorbeizieht, wird per Greenscreen erzeugt.Früher wurde diese Technik als Bluescreen-Technik (engl. bluescreen =„Blauschirm“) oder auch BlueBox-Verfahren bezeichnet und hauptsächlich bei Fernsehproduktionen verwendet.

 

Die Green screen Technik bietet jedoch mehr Vorteile, insbesondere bei der Verwendung von modernen Videokameras, z.B. für den Zielbereich Video-Marketing.

Jeder Bildpixel setzt sich bei modernen Videokameras aus je einem blauen, einem roten, aber zwei grünen Pixeln zusammen. Das bedeutet, dass die grünen Bildpixel doppelt so viele Bildinformationen enthalten wie die roten und die blauen. Somit ist die Greenscreen Technik vor allem für die Videoproduktion wesentlich besser geeignet als das herkömmliche BlueBox Verfahren.

Neben diesen technischen Vorteilen erlaubt der Greenscreen den abgebildetenPersonen (z. B. Nachrichtensprechern) das Tragen von blauer Kleidung in jeglicher Variante.

Wie läuft es also konkret?

Zunächst wird eine Person (z. B. ein Nachrichtensprecher) vor eine gut ausgeleuchtete grüne Hintergrundfläche positioniert und mit der  Videokamera aufgenommen. Um die Person später freizustellen (um im Hintergrund einen andere Filmaufnahmen zu zeigen), wird eine so genannte Aussparungsmaske benutzt, die  den sichtbaren und unsichtbaren Bildbereich definiert.greenscreen-hintergrund

Nach diesem Prozess werden der neue Hintergrundfilm und der freigestellte Vordergrundfilm kombiniert. Dieser Vorgang wird fachmännisch als „Stanzen“ bezeichnet.

Der Vorteil dieser Technik liegt auf der Hand. Um z. B. mehrere Hotelanlagen in südlichen Breitengraden zu beschreiben, muss man den Moderator nicht extra nach Spanien schicken. Die Filmaufnahmen des Hotels und das gesprochene Wort des im Bild zu sehenden Moderators werden einfach später mit der Green screen Technik vereint.

Wo findet Greenscreen seine Anwendung?

Die Greenscreen Technik findet vor allem bei moderner Videoproduktion ihre Anwendung. Videoproduktionen werden im R(ot)G(rün)B(lau)-Modus erstellt. Die Farben eines Bildes setzen sich aus einem rotem, einem blauen aber aus zwei grünen Pixeln (oder auch Bildpunkten) zusammen. Zusammenaddiert hat das gesamte Videobild also doppelt so viele Grün-Informationen, wie rote oder blaue.

Angewendet wird die Greenscreen Technik nicht nur in Nachrichtensendungen oder bei der Präsentation der Wetterkarte, sondern z.B. auch in animierten Werbefilmen oder bei aufwändigen Kinoproduktionen.

Auch in Industriefilmen, Produktfilmen, Eventvideos, Imagevideos und natürlich in 3D Animationsfilmen wird die nützliche Greenscreen Technik verwendet. Mit Greenscreen lassen sich tolle Effekte erzielen. Eben war der Moderator noch im Bild, schnippte dann mit den Fingern und verschwand urplötzlich von der Bildfläche. So wie beim „Beamen“ in den diversen Raumschiff Serien.

Möglichkeiten zur Herstellung eines Greenscreen

Um die professionelle Herstellung eines Greenscreen Videos zu leisten, bedarf es zunächst eines geeigneten Hintergrundes. Solche grünen Stoffe gibt es in zahlreichen Größen und Ausstattungen. Abzuraten ist jedoch von den kostengünstigen PP-Vliess-Stoffen, wie Polypropylen oder Synthetik.  Besser geeignet sind hochwertige Stoffe aus 100% Baumwolle. Baumwolle ist in der Regel äußerst strapazierfähig, farbecht und hat den großen Vorteil, dass es nicht reflektiert. Solche Studiohintergründe sind am professionellsten, da es sich bei dieser Art von Hintergrund um Material handelt, das keine Mittelnaht aufweist. Somit ist der Baumwollstoff immer die erste Wahl für Portrait- und Studioaufnahmen.